Durch das so genannte Konturschweißen ist es möglich, sowohl kleine als auch große Bauteile wie Karosserieteile, Automobilleuchten oder Solarpanels zu bearbeiten. Das Konturschweißen unterscheidet sich insbesondere durch die Vorschubgeschwindigkeit von den verbreiteten Quasisimultan- bzw. Simultanvarianten. Ein Positioniersystem – zum Beispiel ein Roboter – führt den Laserstrahl einmal entlang der Schweißnaht. Dabei kann entweder der Laser selbst vom Roboter bewegt werden, oder der Strahl wird mittels einer Glasfaser in eine bewegte Fokussieroptik eingekoppelt.
Konturschweißen - Animation
Die Vorteile liegen auf der Hand:
theoretisch können beliebig große Bauteile gefügt werden,
geringe Fügetiefen sind ausreichend für eine sichere Verbindung,
dadurch geringe Schweißnahtbreite,
genügt höchsten Anforderungen an die optischen Qualitäten,
Sonnendächer aus Polycarbonat, Scheinwerfer, Rückleuchten oder Tachoeinheiten, bei denen die Schweißnähte direkt sichtbar sind. Aber auch im Motorraum des Autos bieten sich für das Konturschweißen Anwendungen. Fügt man zum Beispiel Ansaugrohre oder Flüssigkeitsbehälter mittels Konturschweißen, kann eine anschließende Reinigung entfallen, da es absolut fusselfrei arbeitet.